Der Entwurfsplanung für die Platzbestandteile des Hochbaus
zur Umgestaltung des Zollhausplatzes wird zugestimmt.
Sie soll der späteren Genehmigungs- und Ausführungsplanung zugrunde gelegt werden. Die weiteren Planungsschritte sind nach künftiger Bereitstellung der Haushaltsmittel zu veranlassen.
Vor Wiederaufnahme des Projekts ist der zuständige Ausschuss auf Basis der dann ggfls. geänderten Rahmenbedingungen, Bedarfe, Ausstattung oder Förderszenarien zu beteiligen.
1. Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt
werden?)
Die Entwurfsplanung Hochbau zum künftigen Pavillon auf dem Zollhausplatz wurde auf Grundlage der am 21.03.2024 im Stadtrat einstimmig beschlossenen Vorplanung zum Zollhausplatz ausgearbeitet (vgl. Vorlage Nr. 610.3/065/2023) und weiterentwickelt.
Die Entwurfsplanung zum Hochbau steht im Einklang mit der Entwurfsplanung der Freianlagen und Verkehrsanlagen, die der BWA am 14.04.2026 einstimmig angenommen hat (vgl. Vorlage Nr. PET/037/2026).
Mit der Weiterentwicklung des Zollhausplatzes zum Klimaplatzes soll ein lebenswerter und zukunftsfähiger Stadtplatz entstehen. Die blau-grüne Infrastruktur im Quartier soll gestärkt werden. Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Besucher*innen wird ein attraktiver öffentlicher Raum mit besonderer Atmosphäre sowie gehobener Aufenthaltsqualität angeboten.
2. Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw.
Wirkungen zu erzielen?)
Neugestaltung der Platzsituation inkl. Hochbauten
3. Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote
erbracht werden?)
3.1 Ausgangslage
Im Rahmen der Neugestaltung des Zollhausplatzes zum Klimaplatz bildet
der Pavillon einen wesentlichen Baustein zur klimawirksamen und
sozialräumlichen Entwicklung des öffentlichen Raumes. Dieser bietet
Aufenthaltsqualität in Form der tribünenartigen Sitzstufen-Anlage, die sich zum
Platz hin öffnet. Zusätzliche Wartebereiche in gleicher Formensprache ergänzen
die hochbauliche Ausstattung des Platzes.
3.2 Entwurfskonzept
Der Pavillon bündelt künftig die technischen und funktionalen Anforderungen
des Platzes. Er dient der Ersatz-Unterbringung der öffentlichen WC-Anlagen, Integration eines Buswartebereichs und den technischen Anlagen zum Betrieb
von Wasserspiel, Nebelduschen und Trinkbrunnen als aktive Kühlelemente.
Die Fassade des Pavillons wird als modulare Holzlamellenfassade auf einer Stahlunterkonstruktion ausgebildet, die die Zugänge zu WC-Bereichen, Brunnentechnik und Wartungszwecken zu einer zusammenhängenden architektonischen Figur fasst.
Der in den Pavillon integrierte, witterungsgeschützte
Warteunterstand ist als vierseitig umschlossener Holzkubus ausgebildet und in
die offene Lamellenfassade eingeschoben. Das gestalterische Motiv
des Holzkubus wird an den weiteren Haltestellenbereichen der Werner-von-Siemens-Straße aufgegriffen
und entsprechend der Situation abgewandelt.
Die barrierefreie Nutzung des gesamten Platzbereichs ist elementarer Bestandteil der Planung Freianlagen. In die Tribünenanlage des Pavillons sind Anlegebereiche für Rollstühle auf Platzebene integriert im Zusammenspiel von Sitzstufen, Podesten und Nischen. Die Tribünenanlage des Pavillons selbst lässt sich nicht barrierefrei erschließen.
3.3 Termine
|
Juni 2026 |
Abschlusspräsentation
mit dem Fördergeber BBSR im Rahmen des Bundesprogramms "Anpassung
urbaner Räume an den Klimawandel", danach sind als Meilensteine der
Schlussbericht, die Mittelanforderung und der Verwendungsnachweis mit
anschließender Schlussfestsetzung zu erstellen. |
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Weitere Projektschritte hängen von den Finanzierungsmöglichkeiten ab. |
3.4 Kosten
Die
Kostenberechnung der Entwurfsplanung setzt sich wie folgt zusammen:
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Kostengruppe |
Kostenberechnung Entwurfsplanung |
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100 |
Grundstück |
--- |
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200 |
Vorbereitende
Maßnahmen |
45.000 € |
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300 |
Bauwerk- Baukonstruktion |
1.065.000 € |
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400 |
Bauwerk-
Technische Anlagen |
456.000 € |
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500 |
Außenanlagen und
Freiflächen |
20.000 € |
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600 |
Ausstattung und
Kunstwerke |
--- |
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700 |
Baunebenkosten |
276.000 € |
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800 |
Finanzierung |
--- |
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Gesamtkosten Bau |
1.862.000 € |
Das Ergebnis der
Kostenberechnung kann zum derzeitigen Planungszeitpunkt nur mit einer
Genauigkeit von -5%/+15% ermittelt werden.
Bei geschätzten
Gesamtkosten i. H. v. 1.862.000 € wird die Endabrechnungssumme voraussichtlich
zwischen 1.769.000 € und 2.141.400 € liegen.
Gegenüber der
Kostenschätzung zur Vorplanung für den Leistungsbestand Hochbau i.H. von
1.765.000 € vom März 2024 ergeben sich folgende inhaltliche Änderungen:
·
Mehraufwand
bei der Toilettenanlage für drei Unisex-Toiletten
·
Konkretisierung
der Planung für Hausanschlusskosten, Erdung und Blitzschutz
4. Klimaschutz:
Entscheidungsrelevante
Auswirkungen auf den Klimaschutz:
ja,
positiv*
ja,
negativ*
nein
5. Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des
Leistungsangebotes erforderlich?)
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Investitionskosten: |
1.862.000 € |
bei IPNr.: 538.401 |
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Sachkosten: |
€ |
bei Sachkonto: |
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Personalkosten (brutto): |
€ |
bei Sachkonto: |
|
Folgekosten |
derzeit nicht |
bei Sachkonto: |
|
Korrespondierende Einnahmen |
€ |
bei Sachkonto: |
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Ergebnis der Zuschussprüfung
Die Planung bis einschließlich Entwurfsplanung ist in das Bundesprogramm
„Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ aufgenommen. Weitere
Förderszenarien werden in Abhängigkeit vom konkreten Ausführungszeitraum
eruiert.
Haushaltsmittel
werden nicht benötigt
sind vorhanden auf IvP-Nr.
bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk
zur Fortsetzung sind nicht vorhanden
Die erforderlichen Haushaltsmittel für die Umsetzung der Entwurfsplanung werden bei veränderter Haushaltslage von der Verwaltung angemeldet. Der Zeitpunkt ist offen.
Einsichtnahme durch
das Revisionsamt
Das Revisionsamt hat die
Unterlagen zur Entwurfsplanung gemäß
Ziffer 5.5.3 DA Bau zur Einsichtnahme erhalten.
Anlagen:
01 Übersichtplan Gesamtplatz
02 Objektbeschreibung
03 Grundriss und Längsschnitt
04 Dachaufsicht und Perspektive
05 Ansichten
06 Bushaltestelle Ost
