Betreff
Antrag Nr. 198/2025 der Fraktion Erlanger Linke - Antrag gegen die Überbauung der Aurachtalbahn
Vorlage
613/356/2025
Aktenzeichen
VI/61
Art
Beschlussvorlage

1. Der Bericht der Stadtverwaltung wird zur Kenntnis genommen.

2. Der Antrag Nr. 198/2025 der Stadtratsfraktion Erlanger Linke ist damit abschließend bearbeitet.


1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Mit dem Antrag Nr. 198/2025 der Stadtratsfraktion Erlanger Linke (Anlage 1) wird beantragt, den Trassenabschnitt der ehemaligen Aurachtalbahn zwischen Kriegenbrunn und Frauenaurach nicht zu entwidmen und nicht zu bebauen, um die Möglichkeit zur Reaktivierung der Aurachtalbahn offenzuhalten.

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Die Stadt Erlangen plant in Kooperation mit der Stadt Herzogenaurach aktuell eine Radschnellverbindung (RSV) zwischen den beiden Städten, deren Korridor bereits 2017 mit der „Machbarkeitsstudie Radschnellverbindungen Nürnberg – Fürth – Erlangen – Herzogenaurach – Schwabach und umgebende Landkreise“ untersucht und beschlossen wurde.

Im Abschnitt zwischen Kriegenbrunn und Frauenaurach wurde in der Planung hierfür auf einen etwa 900 Meter langen Teilabschnitt der stillgelegten Gleistrasse zurückgegriffen. Alternative Führungen über die Willi-Grasser-Straße und Bierweg oder Hüttendorfer und Londoner Straße sind im direkten Vergleich deutlich nachteiliger und schieden daher frühzeitig aus der kleinräumigen Variantenbetrachtung aus. Neben deutlichen Umwegen sprechen auf allen Alternativen auch die zu überwindenden Höhenunterschiede, Zeitverluste an Knotenpunkten und Flächenverfügbarkeiten gegen die Alternativführungen.

Auf der anderen Seite ergäbe sich durch die Neuanlage einer Verbindung auf diesem Abschnitt auch eine deutliche Verbesserung in der Fußwegeanbindung für Kriegenbrunn. Über den die Radschnellverbindung begleitenden Fußweg könnten von Kriegenbrunn aus sowohl der Supermarkt an der Sylvaniastraße, die Freizeit- und Sportanlagen (Spielplatz, Pumptrack) an der Willy-Grasser-Straße und nicht zuletzt die Grundschule Frauenaurach, zu deren Sprengel auch der gesamte Ort Kriegenbrunn gehört, über eine attraktive, befestigte, gut einsehbare und idealerweise beleuchtete Verbindung erreicht werden.

Im Falle einer Reaktivierung, die aufgrund des baulichen Zustandes der Trasse ohnehin nur mit entsprechend längerfristigen Planungs- und Bauarbeiten durchgeführt werden könnte, müsste dann eine Alternativlösung für die Radschnellverbindung erarbeitet werden.

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Die Stadtverwaltung ist bestrebt, die Möglichkeit einer Reaktivierung der Aurachtalbahn nicht zu verbauen: Entgegen der Machbarkeitsstudie von 2017 wird in der weiteren Fortsetzung Richtung Herzogenaurach nicht auf die ehemalige Bahntrasse zurückgegriffen, sondern ein Ausbau des die Bahntrasse begleitenden Wirtschaftsweges geplant.

Auch auf dem Abschnitt zwischen Kriegenbrunn und Frauenaurach soll die bahnbetriebliche Widmung und somit die Reaktivierungsmöglichkeit erhalten bleiben. Der sich daraus ergebende Konflikt mit einer richtlinienkonformen und förderfähigen Führung der Radschnellwegverbindung ist bisher ungelöst.

Eine Lösung soll dem Gremium im Zuge des Vorplanungsbeschlusses der Gesamttrasse der RSV vorgestellt werden.

4.    Klimaschutz:

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

                ja, positiv*

                ja, negativ*

                nein

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

                 ja*

                 nein*

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

5.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

Haushaltsmittel

                 werden nicht benötigt

                 sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                               bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                         sind nicht vorhanden


Anlagen:

Anlage 1 - Antrag 198/2025 der Fraktion Erlanger Linke gegen die Überbauung der Aurachtalbahn