Betreff
Weichen stellen für die Zukunft der Kindertagesbetreuung - Auf dem Weg zu einer gesamtstädtischen Strategie
Vorlage
51/184/2025
Aktenzeichen
V/516-1
Art
Beschlussvorlage

1. Die Verwaltung wird beauftragt, eine gesamtstädtische Strategie der Kindertagesbetreuung in Erlangen insbesondere unter Beteiligung Freier Träger zu erarbeiten und den Prozess in dargestellter Projektform durchzuführen.


1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Die Anforderungen an eine gelingende und passende Kindertagesbetreuung befinden sich in einem kontinuierlichen Wandel einhergehend mit multiplen Herausforderungen, wie beispielsweise sich wandelnde Lebenssituationen, veränderte Bedarfe sowie einer Begrenzung finanzieller, personeller und infrastruktureller Mittel. Zugleich besteht Konsens über die Notwendigkeit der Qualitätssicherung.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer gesamtstädtischen, zukunftsgerichteten Strategie und damit Schaffung eines Zielbildes, wie Kindertagesbetreuung in Erlangen gelebt werden und welche Parameter für die Umsetzung gelten sollen.  Hierfür ist zunächst ein Strategieprozess für den gesamten Bereich der Kindertagesbetreuung in Erlangen aufzusetzen, der in der Erarbeitung die Belange aller Akteure einbringt, diskutiert, Schwerpunkte setzt und begleitend aktuelle Gegebenheiten und Notwendigkeiten mitdenkt.

Die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Erlangen ist eine gesamtstädtische Zukunftsaufgabe. Die erarbeitete Strategie kann später als Leitbild für politische Diskussionen und Weichenstellungen herangezogen werden.

Die im derzeitigen Arbeitspapier (s. Anlage „Weichen stellen …“ Stand 10.10.2025) verwendeten vier Handlungsdimensionen Qualität, Ressourcen, Kooperation und Organisationsformen bilden die Basis für die Weiterentwicklung, wobei die Dimensionen zusammengehören und ihre Wirkung dann entfalten können, wenn sie in einem tragfähigen Gesamtsystem verbunden werden. Ziel ist ein verlässliches, transparentes und zugleich flexibles Betreuungssystem, das allen Kindern unabhängig von Herkunft und Lebenssituation die passende Förderung eröffnet, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärkt, Fachkräften gute Arbeitsbedingungen bietet und Trägern Planungssicherheit verschafft.

        Das Arbeitspapier, welches Ausgangspunkt und Arbeitsgrundlage für den Prozess darstellt, den inhaltlichen Kontext des Prozesses detaillierter abbildet und im Projektverlauf durch stattfindende Diskussionen weitere Veränderung erfahren wird, bildet damit einen ersten Rahmen für die finale Formulierung des zu erarbeitenden Zielbildes.

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

        Der Prozess wird in Projektform aufgesetzt und geht von einem Jahr Projektdauer aus. Hierbei sollen konkrete und umsetzbare Maßnahmen in einem Maßnahmenkatalog entstehen, welche das Gesamtsystem der Kindertagesbetreuung stabilisieren und verbessern. Das Projekt läuft in drei Phasen ab, welche im Anhang (s. Projektplan) genauer mit einem Zeitplan dargestellt sind. Der trägerübergreifende Austausch und Diskurs zu drängenden, zeitnah anzugehenden Themen und Maßnahmen ist in den Prozess eingebunden. Kurzfristige Handlungsoptionen und -notwendigkeiten werden, soweit möglich, parallel umgesetzt.

        Bisher wurden der erste Entwurf des Arbeitspapieres (Stand 10.10.2025) und der Projektplan intern im Jugendamt, mit dem Sprachgremium der AG §78 Kita und in der Oktober-Sitzung der AG §78 Kita besprochen. Hierbei wurden bereits erste Anmerkungen, wie beispielsweise die Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips, der Ausbau der Digitalisierung sowie die Optimierung von Arbeitsprozessen benannt. Beispielhaft Themen, die im Prozess genauer zu behandeln sind und ggf. Aufnahme in das Strategiepapier finden werden.  Insgesamt besteht unter den genannten Akteuren ein Konsens zu dem Projekt.

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

        Das Projekt benötigt die Fachexpertise der Akteure, für die Durchführung und des Weiteren zur Umsetzung den politischen Konsens und eine regelmäßige Einbringung in die zuständigen Gremien.

4.    Klimaschutz:

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

                ja, positiv*

                ja, negativ*

                nein

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

                 ja*

                 nein*

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

5.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

Haushaltsmittel

                 werden nicht benötigt

                 sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                               bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                         sind nicht vorhanden


Anlagen:            

Projektplan, Stand. 10.10.2025

Weichen stellen für die Zukunft der Kindertagesbetreuung, Stand 10.10.2025