Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.
Die amtlichen Schülerzahlen an den Erlanger Grundschulen, an den
weiterführenden Schulen, den beruflichen Schulen sowie am Sonderpädagogischen
Förderzentrum und an der Schule für Kranke werden dem Bildungsausschuss
regelmäßig nach den jeweiligen Stichtagen im Oktober des Jahres zur
Kenntnisnahme vorgelegt. Die Entwicklung der Schülerzahlen kann den folgenden
Tabellen entnommen werden.
1.
Schülerentwicklung an den allgemeinbildenden
Schulen (Grund-, Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien)
Die Entwicklung der Schülerzahlen in den
vergangenen Jahren an den staatlichen und kommunalen allgemeinbildenden Schulen
in der Stadt Erlangen stellt sich wie folgt dar:

An den allgemeinbildenden Schulen wurden im
Schuljahr 2019/2020 insgesamt 10.965 Schüler*innen gezählt. In den vergangenen
6 Jahren ist die Gesamtschülerzahl um ca. 11,0 % (+1.209 Schüler*innen) auf
12.174 Schüler*innen angestiegen.
Bei Betrachtung der schuljährlichen
Entwicklungen ist seit dem Schuljahr 2019/2020 insgesamt ein kontinuierlicher
Anstieg der Schülerzahlen zu verzeichnen. Im Vergleich zum letzten Jahr hat es
ein Plus der Schülerzahlen um 6,2 % (+708 Schüler*innen) gegeben. Dies ist
überwiegend durch den Vollausbau des G9 an den Gymnasien begründet.
Lediglich an den Realschulen zeichnete sich
im abgebildeten Zeitraum ein Schülerrückgang ab (-12,0 %, - 186 Schüler*innen),
während die Zahlen an den Grund- und Mittelschulen sowie den Gymnasien
angestiegen sind (+15,6 %, + 542 Schüler*innen // +13,5 %, + 148 Schüler*innen
// +14,5 %, + 705 Schüler*innen).
2.
Schülerzahlen
2.1
Schülerentwicklung an den Grundschulen
Bei 9 der insgesamt 15 Grundschulen in
Erlangen sind im Vergleich zum Vorjahr keine besonderen Veränderungen in den
Schülerzahlen in den regulären Klassen zu verzeichnen. Die Anzahl der
Schüler*innen bleibt relativ konstant und zeigt nur leichte Veränderungen.
Anders verhält es sich bei nachfolgenden
Grundschulen:
Friedrich-Rückert-Schule (+15 Schüler*innen
/ + 1 Klasse), Michael-Poeschke-Schule (+ 13 Schüler*innen / + 1 Klasse), Heinrich-Kirchner-Schule (- 11
Schüler*innen / - 1 Klasse), Max-und-Justine-Elsner Schule (+ 19 Schüler*innen
/ +/- 0 Klassen), Grundschule Dechsendorf (+12 Schüler*innen / +/- 0 Klassen),
Pestalozzischule (-15 Schüler*innen / +/- 0 Klassen)
Insgesamt liegt im Grundschulbereich ein
Plus von 51 Schüler*innen (+ 3 Klassen) vor.
In den dargestellten Zahlen sind keine
Deutschklassen enthalten.

Für das Schuljahr 2026/2027 werden
gleichbleibende Schülerzahlen, ab dem Schuljahr 2027/2028 wird insgesamt ein
Rückgang der Schülerzahlen an den Erlanger Grundschulen prognostiziert. Demnach
sollen die Schülerzahlen in den nächsten zehn Jahren auf ca. 3.560
Schüler*innen sinken, was einen Rückgang um ca. 11 % bedeuten würde.
2.2
Schülerentwicklung an den Mittelschulen
An den Mittelschulen sind
die Schülerzahlen im Vergleich zum Schuljahr 2024/2025 insgesamt um 9,1 % (+
103 Schüler*innen) gestiegen und sind somit im Vergleichszeitraum auf einem
neuen Höchststand angekommen. Es wurden 5 Klassen mehr gebildet.
Die
Ernst-Penzoldt-Mittelschule verzeichnet den größten Anstieg mit einem Plus von
40 Schüler*innen (+ 1 Klasse). An der Eichendorff-Mittelschule sind die Zahlen
um 32 Schüler*innen (+ 2 Klassen) gestiegen. An der
Hermann-Hedenus-Mittelschule umfasst der Zuwachs 31 Schüler*innen (+ 2
Klassen).
In den dargestellten Zahlen sind keine
Deutschklassen enthalten.

Die Prognosewerte der
Mittelschulen steigen bis zum Jahr 2031/2032 moderat auf einen Höchstwert von
ca. 1.400 Schüler*innen an. Danach wird wieder mit leicht sinkenden Werten und
einem Schülerrückgang auf ca. 1.200 Schüler*innen gerechnet.
2.3
Schülerentwicklung an den Realschulen
An den Realschulen stagnieren die
Schülerzahlen im Schuljahr 2025/2026 nach einem Rückgang im vorherigen
Schuljahr (+ 2 Schüler*innen zum Vorjahr / - 1 Klasse).
In den dargestellten Zahlen sind keine
Deutschklassen enthalten.

Laut der aktuellen Schülerprognose erhöhen
sich die Schülerzahlen bis zum Jahr 2031/2032 auf insgesamt ca. 1.460
Schüler*innen. Danach sinken die Zahlen und pendeln sich sogar noch unter dem
aktuellen Niveau bei ca. 1.300 Schüler*innen ein.
2.4
Schülerentwicklung an den Gymnasien
Die Zahlen an den Gymnasien sind auf 5.553
Schüler*innen gestiegen (+ 552 Schüler*innen im Vergleich zum Vorjahr). Die
Anzahl der gebildeten Klassen steigt hierbei um 24. Grund hierfür ist
maßgeblich der Vollausbau des neunjährigen Gymnasiums zum Schuljahr 2025/2026.
Bei der Ansicht der einzelnen Schulen
ergeben sich hierbei folgende Änderungen:
Albert-Schweitzer-Gymnasium (+ 134 Schüler*innen / + 6 Klassen),
Emmy-Noether-Gymnasium (+ 107 Schüler*innen / + 4 Klassen), Ohm-Gymnasium (+ 93
Schüler*innen / + 6 Klassen), Marie-Therese-Gymnasium (+ 82 Schüler*innen / + 4 Klassen),
Christian-Ernst-Gymnasium (+ 92 Schüler*innen / + 4 Klassen) und Gymnasium
Fridericianum (+ 44 Schüler*innen / + 2 Klassen).
In den dargestellten Zahlen sind keine
Deutschklassen enthalten.
Laut der aktuellen Statistik wird bis zum Schuljahr
2030/2031 ein weiterer Anstieg auf ca. 5.760 Schüler*innen prognostiziert.
Danach sinken die Prognosezahlen.
3. Beschulung
von Asylbewerber*innen, Geflüchteten und ausländischen Schüler*innen
3.1
Deutschklassen
Schüler*innen mit nichtdeutscher
Muttersprache, die nach Deutschland zugewandert sind und keine oder nur geringe
Deutschkenntnisse haben, besuchen in der Regel zunächst für ein Schuljahr,
maximal für zwei Schuljahre, eine Deutschklasse. Ziel ist hierbei das intensive
und systematische Erlernen der deutschen Sprache sowie die Integration und die
Werte- und Demokratiebildung.
Im Schuljahr 2025/2026 wurden im Stadtgebiet
Erlangen acht Deutschklassen an
Grund- und Mittelschulen sowie eine schulartunabhängige Deutschklasse am
Ohm-Gymnasium eingerichtet. Insgesamt werden 81 Schüler*innen in Deutschklassen
beschult.
Drei der gebildeten Deutschklassen wurden im
gebundenen Ganztag an der Ernst-Penzoldt-Mittelschule (28 Schüler*innen)
eingerichtet. Zwei weitere Deutschklassen im gebundenen Ganztag werden an der
Hermann-Hedenus-Mittelschule (17 Schüler*innen) geführt. Diese fünf Deutschklassen werden aus
Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Zudem wurden zwei Deutschklassen an der
Pestalozzischule und eine an der Eichendorff-Mittelschule als Regelklassen
eingerichtet.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der
Schülerinnen und Schüler in den Deutschklassen um 17,3 % gesunken. Es wird ein
Minus von 17 Schüler*innen verzeichnet. Die Anzahl an Klassen ist dagegen von 8
auf 9 Klassen gestiegen.

3.3 Berufsvorbereitung in kooperativen
Klassen an der Berufsschule
An der Berufsschule Erlangen wurden auch im
Schuljahr 2025/2026 Berufsintegrationsklassen eingerichtet.
60 Schüler*innen werden in vier Vorklassen
des Berufsintegrationsjahres (BIK/V-Klassen) unterrichtet. Dieses
Unterrichtsangebot ist vorrangig für unbegleitete minderjährige Geflüchtete
vorgesehen, steht aber auch anderen berufsschulpflichtigen Asylbewerber*innen
zwischen 16 und 21 Jahren offen. Im Anschluss an die Vorklassen können die
Schüler*innen in die Klassen des Berufsintegrationsjahres (BIK) übertreten.
Aktuell sind weiterhin zwei BIK-Klassen eingerichtet, in der 33 Schüler*innen
unterrichtet werden.
Seit dem Schuljahr 2020/2021 bildet ein
Vollzeitangebot in Form eines Berufsvorbereitungsjahres das Regelangebot für
Berufsschulpflichtige, die keine Berufsausbildung absolvieren bzw. keine
weiterführende Schule besuchen. Über das Vollzeitangebot können die
Jugendlichen und jungen Erwachsenen intensiv dabei unterstützt werden,
möglichst zeitnah einen Ausbildungsplatz oder einen anderen passenden Anschluss
für sich zu finden. An der Berufsschule Erlangen wurden im Schuljahr 2025/2026
zwei kooperative Berufsvorbereitungsklassen (BVJ/k) gebildet, in denen
insgesamt 48 Schüler*innen beschult werden.
Auf die Beschlussvorlage im Stadtrat vom 24.07.2025 (Vorlage:
40/254/2025) wird verwiesen.
4. Schulentwicklungsplanung
Durch das Sachgebiet Statistik und Stadtforschung werden für die
staatlichen und städtischen Erlanger Schulen jährlich Prognosen über die
künftige Schülerentwicklung erstellt.
Diese Prognosen stellen ein Steuerungsinstrument dar, mit dem mögliche
Handlungsbedarfe rechtzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen begleitet oder
durchgeführt werden können. Diese Handlungsbedarfe werden im Rahmen der
Schulentwicklungsplanung erfasst, ebenso werden durchgeführte Maßnahmen
evaluiert. Die Datengrundlage wird regelmäßig fortgeschrieben und im Rahmen
eines Fortschreibungsberichts erläutert.
Das Schulverwaltungsamt verweist auf den letzten Fortschreibungsbericht
2023 der Schulentwicklungsplanung und die dort getroffenen Aussagen zu den
Raumkapazitäten an den Schulen (siehe auch Vorlage 40/166/2023 im
Bildungsausschuss 13.07.2023). Es wurde aufgezeigt, dass auch in den nächsten
Jahren
mit neuen Herausforderungen und neuen Anforderungen an die
Räumlichkeiten und den Unterrichtsbetrieb, zum Beispiel durch den Vollausbau
des G9 oder den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich, zu
rechnen ist.
In der Zwischenzeit wurde der Erweiterungsbau an der
Friedrich-Rückert-Grundschule zum Schuljahr 2025/2026 in Betrieb genommen und
die Baumaßnahmen für den Erweiterungsbau an der Michael-Poeschke-Grundschule
begonnen. Damit stehen an diesen beiden
Schulen moderne und bedarfsgerechte Räume für die Ganztagesbetreuung zur
Verfügung.
Das durch den Vollausbau des G9 an den Erlanger Gymnasien bestehende
gesamtstädtische Defizit an Raumkapazitäten wird durch einen Erweiterungsbau am
Emmy-Noether-Gymnasium ausgeglichen. Die Planungen hierfür sind bereits
fortgeschritten, der Baubeginn soll im Sommer 2026 erfolgen. Das Gebäude soll
zum Schuljahr 2027/2028 bezugsfertig sein.
Weitere Raumbedarfe sind an den Erlanger Schulen derzeit nicht
vorhanden.
Derzeit befindet sich ein gemeinsamer Bericht des Bildungsbüros und des
Schulverwaltungsamtes zum Thema „Schulentwicklung und Ganztag in Erlangen“ in
Planung, welcher voraussichtlich im Jahr 2026 veröffentlicht werden soll.
Anlagen:
Übersichten zur Entwicklung der Schüler- und Klassenzahlen an Erlanger Schulen

