Betreff
Zwischenbericht VAG_Rad
Vorlage
613/348/2025
Aktenzeichen
VI/61
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis. 


Seit Anfang 2024 steht das VAG_Rad in der Städteachse Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach zur Verfügung. Die VAG zieht bisher eine positive Bilanz.

Die Stadt Erlangen wird ihrem Ruf als Fahrradstadt gerecht, wie die hohen Nutzungszahlen zeigen.

Seit Beginn kann das VAG_Rad in einer Flexzone und verschiedenen Stationen genutzt werden.

Die Flexzone sowie die Anzahl der Stationen wurden im Frühjahr 2025 erweitert (vgl. Anlage 1). In Anlage 1 sind verschiedene Kennzahlen dargestellt, nachfolgend werden diese zusammengefasst.

Nutzungsentwicklung

Insgesamt haben im Jahr 2024 an den 19 Stationen rund 8.000 Personen circa 70.000 mal ein VAG_Rad ausgeliehen, davon knapp über die Hälfte waren Erstnutzungen. Seit Einführung des Angebots in Erlangen bis Ende Oktober 2025 summiert sich die Anzahl der Ausleihen auf über 225.000. Im Jahr 2025 erfolgten alleine bis Ende August bereits 155.000 Ausleihen, was zeigt wie stark das VAG_Rad nachgefragt wird.

Seit der Erweiterung der Flexzone sind die Ausleihen und die Anzahl der Kunden erheblich gestiegen. Der Effekt der Vergrößerung des Gebietes der Flexzone ist eindeutig in der Nutzung abzulesen. Auch die starke Korrelation von Kundenzahl und Nutzungszahl ist auf die Erweiterung der Flexzone zurückzuführen. Durch das größere Bediengebiet wird eine deutlich höhere Reichweite erzielt. Der Monat mit den höchsten Ausleihzahlen in Erlangen war der Juli 2025 mit über 25.000 Ausleihen. Für den Juli 2025 entspricht das einem Anteil von rund 15 Prozent in der gesamten Städteachse, die zusammen 2.550 Fahrräder umfasst. Zum Vergleich fanden im Juli 2024 gut 8.000 Ausleihen statt, damit hat sich der Wert verdreifacht.  Die täglichen Ausleihzahlen pro Rad sind seit Ausweitung der Flexzone auf 2,2 angestiegen, im Zeitraum 2024 bis März 2025 (= vor Ausweitung der Flexzone) lag dieser Wert bei etwa 1,2.

Nutzungsverhalten an den Stationen

Die degressive Verteilung, die sich bei der Nutzung der Stationen zeigt, gestaltet sich in Nürnberg ähnlich. Sichtbar ist auch, dass es an den meisten Standorten einen Ausleihüberhang gibt, es werden mehr Räder dort ausgeliehen als zurückgebracht. In Nürnberg ist dies nicht ganz so ausgeprägt wie in Erlangen. Einen Rückgabeüberhang zeigt sich an den Stationen außerhalb der Flexzone, wie Sieglitzhof, Freibad West, Schulzentrum West und Büchenbacher Anlage. Lediglich die Station Waldkrankenhaus weist einen Ausleihüberhang auf. Die Vermutung dies auf die Topografie zurückzuführen liegt nahe.

Es existieren minimale Wegbeziehungen (insgesamt ca. 0,2%) von Erlangen nach Fürth und Nürnberg, die allerdings in Anbetracht der Gesamtsumme an Ausleihen kaum ins Gewicht fallen.

Etwa 85 % der Fahrten starten und enden in der Flexzone. Bei Betrachtung der meistengnutzten Station am Hugenottenplatz liegt der Anteil bei ca. 2 %. 

Im Weiteren wird geprüft, ob für wenig genutzte Stationen besser geeignete Standorte v.a. außerhalb der Flexzone identifiziert werden können, um das Bediengebiet erweitern zu können. Dies zielt insbesondere auf die Nutzung für die letzte Meile ab. Ohne ausreichende Stationen außerhalb der Flexzone besteht sonst keine Möglichkeit der Rückgabe des Rades.

Zusammenfassend zeigt sich, dass das System gut angenommen wird und die Ausweitung der Flexzonen die Nutzung deutlich erhöht hat.

Finanzielle Entwicklung:

Im Jahr 2024, als das VAG_Rad im Frühjahr angelaufen ist, hat die Stadt Erlangen rund 291.000 EUR an die Stadt Nürnberg gezahlt. Für das 1. Halbjahr 2025 waren es 175.000 EUR. Die Prognose für das Gesamtjahr 2025 liegt bei 450.000 EUR. Der Sondereffekt von 60.000 EUR für die Ausweitung der Flexzone wird erst im 4.Quartal 2025 verrechnet. Die Einnahmen, die durch die Startgebühr von 0,10 EUR entstehen, betrugen im 1. Halbjahr 2025 knapp 22.500 EUR und wurden den Kosten gegengerechnet. Für 2026 sind 460.000 EUR im Ergebnishaushalt enthalten.


Anlage:
Anlage 1 – Kennzahlen VAG_Rad