Generalsanierung Kinderhaus Sandberg, Entwurf nach DA Bau 5.5.3

Der Entwurfsplanung für die Generalsanierung des Kinderhauses Sandberg in der Sandbergstraße 6 in Erlangen Bruck wird zugestimmt. Die weiteren Planungsschritte sind zu veranlassen. Die Kostenkonkretisierung in Höhe von 757.000 € ist in die Haushaltsberatungen zum Haushalt 2019 einzubringen. (Berücksichtigung im MIP 2020 und 2021)

 

1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Generalsanierung des Kinderhauses mit 4 Kindergartengruppen und 2 Hortgruppen. Von den insgesamt 150 Betreuungsplätzen werden 100 dem Kindergarten und 50 den Hortkindern im Grundschulalter zugerechnet.

 

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Barrierefreier Umbau und energetische Sanierung des Bestandsgebäudes mit kompletter Neuerrichtung des Dachgeschosses. Die Außenanlagen werden neu gestaltet.
Die Maßnahme wird nach FAG gefördert.

 

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

3.1. Ausgangslage
Mit dem Beschluss der Vorentwurfsplanung im Stadtrat am 26.07.2018 (512/054/2018) wurde die Planungsgrundlage für die nun vorliegende Entwurfsplanung festgelegt.

 

3.2. Entwurfskonzept Gebäude
In Abstimmung mit den Nutzern und dem Stadtjugendamt werden im Erdgeschoss drei Kindergartengruppen, im Untergeschoss eine Kindergartengruppe und im Dachgeschoss zwei Hortgruppen untergebracht.                  
Die Grundrissstruktur des Erd- und Untergeschosses kann nahezu vollständig erhalten bleiben.

Im gesamten Gebäude ist die Erneuerung der Haustechnik sowie aller Innenraumoberflächen vorgesehen. Die Gebäudehülle wird energetisch saniert.

 
Bei den Untersuchungen im Bereich des Dachgeschosses hat sich die Sanierungsvariante als unwirtschaftlich herausgestellt, da erhebliche bauliche Mängel bestehen (energetischer Zustand, Brandschutz, Raumhöhen, Belichtung und sommerlicher Wärmeschutz). Es ist deshalb geplant, das Dachgeschoss mit dem bestehenden niedrigen Walmdach komplett rückzubauen und durch ein neues Dachgeschoss mit Giebeldachkonstruktion zu ersetzen. Durch eine neue Raumaufteilung kann neben den Hortgruppen- und Nebenräumen auch ein zweiter erforderlicher Bewegungsraum untergebracht werden. Die neuen Giebelflächen und zwei neue Zwerchhäuser ermöglichen eine erhebliche Verbesserung der Belichtung der Dachgeschossräume.

Das neue Dach ist als Gründach geplant.
Auf eine PV-Anlage soll zugunsten des Gründaches verzichtet werden. Die Verschattung durch Bestandsbäume wie auch die ungünstige Ausrichtung der möglichen übrigen Dachflächen machen eine PV-Anlage unwirtschaftlich.
An den Gebäudefassaden wird auf Grund der Vielzahl der Fenster keine Begrünung vorgesehen. Eine Kompensation ist die großflächige Dachbegrünung. Die Konstruktion von Pergola und Mülleinhausung werden begrünt.

Für Gebäudebrüter können ausreichend Nistgelegenheiten angebracht werden.

 

Das Gebäude wird barrierefrei. Neben Rampenanlagen für die barrierefreie Erschließung des Erdgeschosses sowie des Gartens, werden ein Personenaufzug und eine behindertengerechte Toilette eingebaut.

Zur Sicherstellung der Rettungswege müssen zwei neue Außentreppen errichtet werden.

 

Die Vergleichsberechnung der Verwaltung hat ergeben, dass eine Generalsanierung mit Neuerrichtung des Dachgeschosses wirtschaftlicher ist als ein Komplettabbruch mit Neubau des Gebäudes. Das Raumprogramm kann mit den für die pädagogische Arbeit erforderlichen Funktionszuordnungen im Bestand gut untergebracht werden.

 

3.3 Entwurfskonzept Außenanlagen

Der Haupteingangsbereich erhält einen gepflasterten Vorplatz. Eine barrierefreie Rampe, Fahrradständer, Rollerstellplätze sowie ein Abstellraum werden hergestellt.

Der östliche Teil der Außenanlagen wurde im Zuge des Bauunterhalts bereits erneuert und bleibt im Bestand erhalten. Die übrigen Freispielflächen werden wie im Plan dargestellt den altersgemäßen Bedürfnissen von Kindergarten- und Grundschulkindern entsprechend neu gestaltet. Der Gartenzugang wird über eine Rampe barrierefrei.

Durch einen großen Lichtgraben wird die Belichtung der Gruppenräume im Untergeschoss verbessert. Sitzstufen und eine integrierte Kletterrampe machen den Bereich für die Kinder bespielbar.

 

3.4 Entwurfskonzept Ersatzquartier (Containeranlage)

Während der Bauzeit soll der bestehende Kinderhausbetrieb in einer temporär errichteten 2-geschossigen Containeranlage auf dem Bolzplatz des Spielplatzes am Ahornweg (Fl.Nr. 1067, Gemarkung Bruck)  untergebracht werden.

Der Außenbereich des Kinderhauses wird durch einen Zaun mit Türchen vom Spielplatz abgetrennt. So kann der Spielplatz weiterhin von der Öffentlichkeit -wie auch vom Kinderhaus- genutzt werden.

Alte Bestandsunterlagen des Umweltamtes wurden durch eine Baugrunduntersuchung bestätigt und haben gezeigt, dass im Bereich des geplanten Gebäudes eine alte Hausmülldeponie vorhanden ist. Für die bestehende Bolzplatznutzung wurde eine Schutzschicht aufgebracht. Diese bleibt für die Kinderhausnutzung erhalten, sodass die Sicherheit der Nutzer weiterhin gewährleistet ist.

Der schwierige Baugrund erfordert einen höheren Gründungsaufwand. Es ist geplant ein flächiges Mineralbetonkissen einzubauen. Zudem muss ein auf dem Grundstück vorhandenes Gefälle von ca. 1m ausgeglichen werden.

Der gepflasterte Vorbereich des Kinderhauses steigt zum Gebäude hin an, um einen ebenen Zugang herzustellen und auch die Anlieferung durch den Caterer zu ermöglichen. Da der Einbau eines temporären Fettabscheiders gespart werden soll, wird ein Caterer beauftragt, welcher auch das Geschirr abholt, spült und wieder bringt. Für die Anlieferung ins Obergeschoss wird ein einfacher, offener Lastenaufzug an der Außenfassade errichtet. Eine Umzäunung schützt vor unbefugter Benutzung bzw. vor Zugänglichkeit für Kinder.

Um den sommerlichen Wärmeschutz zu verbessern und die Entwässerung im Trennsystem zu gewährleisten, erhält das Containergebäude eine einfache Pultdachkonstruktion aus Trapezblech mit Dachüberstand. Das Regenwasser wird über ein offenes oberirdisches Gerinne bis zum Entwässerungsschacht geführt werden. Hierdurch entfallen zusätzliche Grabarbeiten mit hohen Entsorgungskosten des Aushubmaterials. Eine mögliche Versickerung auf dem Grundstück wurde durch das Umweltamt ausgeschlossen. 

 

 

3.5 geplanter Bauablauf / Termine

Der weitere Zeitplan sieht folgende Eckdaten vor:

10/2018                      Einreichung Bauantrag 

                                      Erstellung Förderantrag FAG

11/2018                     Werkplanung und Vorbereitung der Vergaben

12/2018                      Vergabe Hersteller Containeranlage

03/2019                      Vorbereitende Arbeiten Ersatzquartier (witterungsabhängig)

04/2019                      Errichtung Ersatzquartier (Containeranlage)

06/2019                     Umzug in Ersatzquartier und Baubeginn Generalsanierung

Ende 2020  voraussichtliche Fertigstellung

Frühjahr 2021          Wiederherstellung Bolzplatz

 

3.6 Kosten

Das Ergebnis der Kostenberechnung kann zu dem derzeitigen Planungszeitpunkt nur mit einer Genauigkeit von +/- 10% ermittelt werden. Bei berechneten Gesamtkosten in Höhe von 5.465.000 € wird die Endabrechnungssumme damit voraussichtlich zwischen 4.918.500 € und 6.011.500 € liegen.

 

Zusammenstellung der Gesamtkosten

 

Kostengruppe

Generalsanierung

Kinderhaus Sandberg

Container-Ersatzquartier

100 Grundstück

0 €

0 €

200 Herrichten und Erschließen

3.570 €

847.095 €

300 Bauwerk- Baukonstruktion

1.928.165 €

234.555 €

400 Bauwerk – Technische Anlagen

842.894 €

73.054 €

500 Außenanlagen

416.399 €

146.684 €

600 Ausstattung und Kunstwerke

4.871 €

1.856 €

700 Baunebenkosten

833.309 €

132.548 €

Gesamtkosten Bau (inkl. 19 % Mwst.)

4.029.208 €

1.435.792 €

Gesamtmaßnahme

Kinderhaus und Ersatzquartier

 

5.465.000 €

 

 

Die Entwurfsplanung ergab für folgende Bereiche eine Kostenkonkretisierung gegenüber der Kostenschätzung:

·         Konkretisierung der Planung Kinderhaus: Mehraufwand statische Maßnahmen, Unterfangung im UG (30.000 €), Hochbaugewerke (51.500 €) z.B. zusätzliche Nutzerforderung Fingerklemmschutz, Sichtfenster in Türen, Außenanlagen (186.000 €) z.B. Sicherheitsmaßnahmen Fallschutz, zusätzl. Umzäunung Lichthof

·         Konkretisierung der Planung Containergebäude: Brandschutzanforderungen, Herstellungskosten inkl. Mietkosten (216.000 €), Pflasterflächen, Entwässerungsrinne, Abdeckung Gründungspolster (104.000 €), erhöhter Gründungsaufwand, Entsorgung Aushubmaterial (90.000 €), Trapezblechdach (37.000 €)

·         Konjunkturelle Entwicklung

·         Nebenkosten

 

Der Betrag der Kostenkonkretisierung soll im Rahmen des Haushalts 2019 für die Jahre 2020 und 2021 eingeplant werden. Der Mittelabfluss über die folgenden Haushaltsjahre gestaltet sich wie folgt:

 

Mittelabfluss

 

 

 

 

 

 

bis 2017

2018

2019

2020

2021

Gesamt

Anmeldung HH 2019
Stand Vorentwurf

 

 

 

 

 

Bau+Ersatzquartier

52.000

300.000

3.356.000

1.000.000

4.708.000

VE

 

 

VE 400.000

Nachmeldung HH 2019

 

300.000

2.550.000

2.413.000

 

150.000 €

5.465.000

Bau+Ersatzquartier

52.000

VE

 

 

VE 1.800.000

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

5.465.000 €

bei IPNr.: 365B.412

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

2.179.000 €

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

                 werden nicht benötigt

                 sind vorhanden auf IvP-Nr. 365B.412

                       bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk

                 sind teilweise vorhanden (Kostenkonkretisierung i.H. von 757.000 € sowie Ausstattungskosten)

 

Zuschuss

Die Baumaßnahme wird nach FAG gefördert (ca. 2.150.000 € + 29.000 € Mietkostenzuschuss f. Containergebäude). Ein entsprechender Zuschussantrag wird bei der Regierung von Mittelfranken eingereicht.

 

Bearbeitungsvermerk des Revisionsamtes

 

Die Entwurfsplanungsunterlagen mit ergänzender Kostenermittlung haben dem Revisionsamt gemäß Nr. 5.5.3 DA-Bau vorgelegen und wurden einer kurzen Durchsicht unterzogen.
Bemerkungen waren

 

                                 nicht veranlasst

                                 veranlasst (siehe anhängenden Vermerk)

 

 

                                                                                      21.09.2018                          gez. Auernhammer

                                                                                              ……………………………………………….

                                                                                                                              Datum, Unterschrift

 

 

 

Anlagen:            

1 Lageplan

2 Grundriss EG

3 Grundriss OG

4 Grundriss UG

5 Ansichten Nord + Süd

6 Ansichten West + Ost

7 Außenanlagenplan

8 Container EG

9 Container OG

10 Container Außenanlagen und Ansicht

11 Objektbeschreibung

12 Kennwerte der Sanierungsmaßnahme