Jahresabschluss 2014 des städtischen Haushalts, der Wellhöfer-Feigel-Heindel-Stiftung sowie der Vereinigten Erlanger Wohltätigkeitsstiftung

Betreff
Jahresabschluss 2014 des städtischen Haushalts, der Wellhöfer-Feigel-Heindel-Stiftung sowie der Vereinigten Erlanger Wohltätigkeitsstiftung
Vorlage
20/019/2017
Aktenzeichen
II/20
Art
Beschlussvorlage

Die Vorlage des Jahresabschlusses 2014 mit seinen Bestandteilen Ergebnisrechnung, Finanz-rechnung, Vermögensrechnung (Bilanz) und Anhang mit Anlagen sowie Rechenschaftsbericht – in digitaler Form – wird bestätigt.

1.   Ausgangslage

Nach den gesetzlichen und städtischen Regelungen sind die Jahresabschlüsse für den Gesamthaushalt und die rechtsfähigen Stiftungen innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss des Haushaltsjahres aufzustellen und sodann dem Haupt-, Finanz- und Personalausschuss vorzulegen.

 

Die Jahresabschlüsse umfassen die Ergebnisrechnung, die Finanzrechnung, die Teilrechnungen, die Vermögensrechnung (Bilanz) und den Anhang mit Anlagen. Dem Anhang beizufügen sind die Anlagenübersicht, eine Forderungsübersicht, eine Eigenkapitalübersicht, eine Verbindlichkeitenübersicht und eine Aufstellung der übertragenen Haushaltsermächtigungen.

 

Der Jahresabschluss wird durch den Rechenschaftsbericht erläutert.

 

Bedingt durch die Umstellung der Haushaltswirtschaft von der Kameralistik auf die Haushaltswirtschaft nach den Grundsätzen der doppelten kommunalen Buchführung und die Feststellung der Eröffnungsbilanz der Stadt Erlangen und der Eröffnungsbilanzen der rechtlich selbständigen Stiftungen jeweils mit Stichtag 01.01.2009 durch Beschluss des Stadtrates Erlangen am 21.03.2013 und Nachholung der seither ausstehenden Jahresabschlüsse konnten die Jahresabschlüsse 2014 nicht fristgerecht aufgestellt und vorgelegt werden.

 

Die Jahresabschlüsse 2014 nebst Anlagen wurden dem Revisionsamt bereits zur Prüfung zugeleitet.

 

 

 

 

 


 

2.   Ergebnis/Wirkung
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Der Jahresabschluss 2014 der Stadt Erlangen zeigt folgende wesentliche Ergebnisse:

 

·         Die Gesamtergebnisrechnung weist ein Defizit von 9,6 Mio. € aus. Im Vorjahr 2013 konnte ein Überschuss von 1,3 Mio. € erwirtschaftet werden.

·         Die Ergebnisrücklage hat zum 31.12.2012 einen Bestand von 2,1 Mio. €. Vorbehaltlich Stadtratsbeschluss kann die Ergebnisrücklage zum 31.12.2013 durch das Ergebnis aus Vj. 2013 auf 3,4 Mio. € erhöht werden.
Dieses Polster reicht aber nicht aus, um das vorgenannte Defizit auszugleichen. Der Haushaltsausgleich gem. § 24 Abs. 1 KommHV-Doppik wird – im Gegensatz zum Vorjahr - verfehlt. Der Umgang mit diesem Defizit ist einem Stadtratsbeschluss vorbehalten. Ein Defizitvortrag ist wahrscheinlich.

·         Die Gesamtfinanzrechnung, die die Ströme der Ein- und Auszahlungen abbildet, weist einen Überschuss aus laufender Verwaltungstätigkeit von 14,3 Mio. € aus. Zusammen mit dem negativen Saldo aus Investitionstätigkeit von 24,7 Mio. € ergibt sich ein Finanzierungsmitteldefizit von 10,4 Mio. €. Die Planung wies einen Fehlbetrag von 19,5 Mio. € aus.

·         Die Einzahlungen aus Steuern und ähnlichen Abgaben erreichten mit 185,1 Mio. € einen Rekordwert, der knapp 30 Mio. € über dem des Vorjahres lag.

·         Die Auszahlungen aus Investitionstätigkeit lagen mit 39,8 Mio. € etwa 10 Mio. € über dem Schnitt der Vorjahre (geplant waren 36,2 Mio. €).

·         Nicht in Anspruch genommene Haushaltsansätze für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen wurden in Höhe von 17,8 Mio. € auf das folgende Haushaltsjahr übertragen (Vorjahr 21,7 Mio. €).

·         Der Bestand an Finanzmitteln hat sich im Rechnungsjahr von 34,3 Mio. € auf 19,3 Mio. € zum 31.12.2014 vermindert, um den Finanzmittelfehlbetrag auszugleichen. Zu berücksichtigen ist aber, dass zum Haushaltsausgleich eine Neuverschuldung von 8,4 Mio. € veranschlagt war, die Rechnung sogar eine liquiditätszehrende Entschuldung von 5,8 Mio. € nachweist.

·         Der Sonderrechnung Budgetergebnisse wurden auf Basis des Stadtratsbeschlusses vom 25.06.2015 0,4 Mio. € zugeführt (Vorjahr 0,7 Mio. €).

·         Die bilanzielle Verschuldung des Kernhaushalts aus Investitionskrediten hat sich von 141,7 Mio. € auf 140,8 Mio. € zum Jahresende reduziert. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt, seit 2011 zum vierten Mal in Folge, auf 1.323 € zum 31.12.2014.

·         Die Bilanzsumme hat sich im Jahresverlauf von 876,5 Mio. € um 5,7 Mio. € auf
870,8 Mio. € reduziert.
Auf der Aktivseite ist dies bei einer Erhöhung des Anlagevermögens um 6,7 Mio. € fast ausschließlich auf eine Senkung der Liquiditätsreserven um 20,0 Mio. € zurückzuführen. Maßgebliche Veränderungen auf der Passivseite verzeichnen die Rückstellungen (+12,4 Mio. €) und das Eigenkapital (-9,6 Mio. €) und die Verbindlichkeiten (-6,8 Mio. €).

·         Das Eigenkapital hat sich wegen des Fehlbetrags der Ergebnisrechnung um 9,6 Mio. € auf 234,8 Mio. € reduziert.

 

Die Jahresabschlüsse 2013 der rechtsfähigen Stiftungen erzielen folgende Ergebnisse:

 

Die Ergebnisrechnung der Wellhöfer-Feigel-Heindel-Stiftung weist ein positives Jahresergebnis von 9,18 T€ aus, das maßgeblich darauf zurückzuführen ist, dass die Finanzerträge den Planansatz deutlich überschreiten.

 

Die Finanzrechnung weist einen Finanzmittelüberschuss von 17,08 T€ aus, der im Wesentlichen ebenfalls den Zinsen und sonstigen Finanzeinzahlungen zuzurechnen ist, die den Plan-ansatz übertreffen.

 

Die Ergebnisrechnung der Vereinigten Erlanger Wohltätigkeitsstiftung weist ein positives

Jahresergebnis von 0,13 T€ aus, das zu Kapitalerhaltungszwecken der freien Rücklage zugeführt werden kann.

 

Die Finanzrechnung weist einen Finanzmittelüberschuss  von 1,38 T€ aus, der im Wesentlichen dem Plus an Zinsen und sonstigen Finanzeinzahlungen zu verdanken ist.

 

 

 

3.   Ressourcen

Stadt Erlangen:

Vorbehaltlich Stadtratsbeschlusses wird nach der Verrechnung mit der Ergebnisrücklage
(3,4 Mio. €) ein Betrag von 6,2 Mio. € als Verlust in das Rechnungsjahr 2015 vorgetragen.

 

Rechtsfähige Stiftungen:

Die Jahresüberschüsse der Ergebnisrechnungen sollen zu Kapitalerhaltungszwecken der freien Rücklage zugeführt werden. Über die Zuführungen entscheidet der Stadtrat im Rahmen der Feststellung der Jahresabschlüsse der Stiftungen.

 

Anlagen:       

Anlage 1: Jahresabschluss 2014 Stadt Erlangen

Anlage 2: Jahresabschluss 2014 Wellhöfer-Feigel-Heindel-Stiftung

Anlage 3: Jahresabschluss 2014 Vereinigte Erlanger Wohltätigkeitsstiftung

 

Die Anlagen werden in gedruckter Form nachgereicht.