Sanierung Freibad West und Neubau eines Hallenbades; Vorentwurfsplanung nach DABau 5.4

Betreff
Sanierung Freibad West und Neubau eines Hallenbades; Vorentwurfsplanung nach DABau 5.4
Vorlage
242/026/2014
Aktenzeichen
VI/24
Art
Beschlussvorlage

Der vorliegenden Vorentwurfsplanung für die Sanierung des Freibades West und dem Neubau eines Hallenbades wird zugestimmt. Sie soll der Entwurfsplanung zugrunde gelegt werden.

Die Kostenkonkretisierung in Höhe von 4.300.000 € ist zum Haushalt 2015 nachzumelden.

 

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Erhalt der Freibad- und Hallenbadkapazität in der Stadt Erlangen

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Da das Freibad stark sanierungsbedürftig ist, fasste der Stadtrat am 27.6.2013 den Beschluss über die Variante 3a einer vorgelegten Machbarkeitsstudie mit dem Auftrag an die Verwaltung die Planungen weiterzuverfolgen.

Die Variante 3a beinhaltet den Abbruch der bestehenden Hochbauten, die Sanierung des Sprungturms und der Außenanlagen, die Errichtung eines neuen Eingangsbereiches mit Umkleiden, Sozial- und Sanitärräumen und die Errichtung eines Hallenbades mit neuer Bäder- und Haustechnik.

Der Betrieb, bzw. die Geschäftsbesorgung der Gesamtanlage nach Errichtung liegt bei den Erlanger Stadtwerken. Auf Grund der starken Vernetzung der 2 Maßnahmen – Sanierung des Freibades und Neubau des Hallenbades -, der erzielbaren Synergien im Bereich Raumnutzung, Technikauslastung und im Betrieb werden beide Projektanteile als ein gemeinsames Projekt gesteuert, geplant, und auch errichtet. Die Federführung für die Errichtung des Gesamtprojekts liegt bei der Stadt Erlangen im Referat Planen und Bauen.

 

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

3.1 Ausgangslage

Das 1967 in Betrieb genommene Freibad liegt im Westen der Stadt Erlangen, im Uferbereich der Regnitz (Flurstück 1495, Gemarkung Büchenbach). Die Erschließung des Freibadareals erfolgt über den Haupteingang in der Damaschkestraße. Dem Freibad ist im Süden ein Parkplatz vorgelagert.

Das Freibad besteht aus folgenden Anlagen: 

-     Hochbauten

-     Badeplatte mit Sportbecken, Erlebnisbecken, Kinderbecken

-     Springerbecken mit 10m-Sprunganlage

-     Außenanlagen mit Sport- und Spieleinrichtungen

Das 50 m-Sportbecken (WF 1074 m²), das Erlebnisbecken (WF 590 m²) und das Kinderbecken (WF 205 m²) sowie die umgebenden Badeplatten wurden bereits bis zum Jahre 2004 in Edelstahlbauweise saniert.

 

 

3.2 geplante Maßnahmen

Sanierung Freibad West:

-     Sanierung des Springerbeckens mit 10m-Sprunganlagen (Sprungturm)

-     Abbruch der bestehenden Hochbauten

-     Erneuerung der gesamten sanitär-, heizungs-, raumluft- und elektrotechnischen

      Installationen, Anlagen und Objekte

-     Errichtung eines Freibad-Umkleidegebäudes entlang der Damaschkestraße mit Dusch-,

      Sanitär- und Umkleideräumen sowie eines Kiosks.

-     Außenanlagen mit Kinderspielplätzen, etc.

 

Hallenbad Neubau:

-     Neubau eines Sporthallenbades mit 25m-Schwimmerbecken, Lehrschwimmbecken und

      zusätzlichem Kinderbecken mit Attraktionen

-     Einbau eines Dampfbades mit Vitalbereich

-     Errichtung von Foyer-, Kassen- Umkleide-&Sanitär- sowie Personal- und Verwaltungs-             

      bereichen

-     Erstellung eines neuen Technikbereichs inkl. Erneuerung der Badewassertechnik für Freibad und Hallenbad

 

Gegenüber der Machbarkeitsstudie werden folgende Programmerweiterungen vorgesehen:

-       Sprungturm im Hallenbad, 3m

-       Dampfbad mit Vitalbereich im Hallenbad

-       Kaltumkleiden im Freibad

-       rund 320 m2 mehr Flächenbedarf für z.B. Lager

-       rund 33 m2 mehr Flächenbedarf für Kiosk

-       Freianlagen: Instandsetzung des Parkplatzes und der Zaunanlage

-       Versetzen des Notbrunnens

-       Erweiterung des BHKWs

 

Das Energiekonzept für die Gesamtanlage wird im Rahmen der Vorentwurfs- und Entwurfsplanung erarbeitet, mit dem Ziel eine wirtschaftlich und ökologisch optimierte Lösung zu erreichen.

 

Die Gesamtanlage ist barrierefrei gestaltet, eine entsprechende Abstimmung erfolgt vorentwurfs- und entwurfsbegleitend

 

Die vorliegende Vorentwurfsplanung für die Sanierung des Freibads West & dem Neubau eines Hallenbades soll der Entwurfsplanung zugrunde gelegt werden. Die weiteren Planungsschritte sind unmittelbar zu veranlassen.

 

 

3.3 Zeitplan

Einreichung Förderantrag                                               Oktober 2014

Einreichung Bauantrag                                                   Ende 2014

Vorgesehener Baubeginn Hallenbad und Freibad          Frühsommer 2015

Eröffnung Freibad                                                                      Zur Freibadesaison 2016

Eröffnung Hallenbad                                                       Frühjahr 2017

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Die von den Planern vorgelegte Kostenschätzung weist Gesamtkosten i.H.v. 19.300.000 € (netto) aus.

Das Ergebnis der Kostenschätzung kann zu dem derzeitigen Planungszeitpunkt nur mit einer Genauigkeit von +/- 20% ermittelt werden. Bei geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 19.300.000 € wird die Endabrechnungssumme damit voraussichtlich zwischen 15.440.000 € und 23.160.000 € liegen

Das Finanzierungsmodell zwischen Stadt und ESTW wird derzeit erarbeitet.

Derzeit im HH-Entwurf 2015 vorgesehene Ansätze:

Investitionskosten:

15.087.000 €

bei IPNr.: 424.401 (HH-Entwurf 2015ff: Neubau Hallenbad mit 8,3 Mio und Sanierung Freibad mit 6,787 Mio)

Sachkosten:

bei Sachkonto:

 

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

 

Folgekosten

bei Sachkonto:

 

Korrespondierende Einnahmen

(FAG-Mittel für Neubau Hallenbad)

2.000.000 €

bei IPNr.: 424.401ES

 

Weitere Ressourcen: Refinanzierung EStW

6.300.000 €

 

 

Haushaltsmittel

             werden nicht benötigt

             sind in Höhe von 15 Mio € netto vorhanden auf IvP-Nr. 424.401     

                   nicht vorhanden: Mehrkosten (bedingt durch die Programmerweiterung) in Höhe von
                       4.300.000 € netto werden nachgemeldet. Anteil Neubau Hallenbad wird refinanziert.

 

Die Refinanzierung des Hallenbadanteils durch die EStW erfolgt über die IP.Nr. 424.401. Details werden noch festgelegt.

 

Zuschuss

 

Da das Hallenbad als Schulschwimmhalle genutzt wird, sind die Kosten für die notwendigen Hallenbad-Flächen nach FAG förderfähig.

Ein entsprechender Zuschussantrag wird bei der Regierung von Mittelfranken eingereicht (Termin Zuschussantrag: 15.10.2014).

Anlagen: Lageplan, Grundriss KG, EG und OG und Ansichten