Volkshochschule Erlangen als Kooperationspartner von offener und gebundener Ganztagsschule (GTS) für Erlanger Schulen

Betreff
Volkshochschule Erlangen als Kooperationspartner von offener und gebundener Ganztagsschule (GTS) für Erlanger Schulen
Vorlage
43/004/2014
Aktenzeichen
IV/43
Art
Beschlussvorlage

Die vhs Erlangen wird – vorbehaltlich der Zustimmung zur Vorlagen-Nr. 112/015/2014 (zur Verfügungsstellung der erforderlichen Personalressourcen) – beauftragt, ab dem Schuljahr 2014/15 die GTS-Kooperation für die nachfolgend genannten Erlanger Schulen dauerhaft fortzuführen:

 

·         Ernst-Penzoldt-Mittelschule

·         Hermann-Hedenus-Mittelschule (ab 2015/16 vier offene Gruppen oGTS)

·         Hermann-Hedenus-Grundschule

·         Mönau-Grundschule

·         Max- und Justine-Elsner-Schule

·         Grundschule Tennenlohe

·         Pestalozzischule

·         Adalbert Stifter Schule

·         Eichendorffschule (ab 2015/16)

 

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Die Volkshochschule ist seit dem Schuljahr 2006/07 für zwei Mittelschulen, in der offenen und gebundenen GTS, sowie seit 2008/09 für vier Grundschulen und seit 2011/12 für insgesamt sechs Grundschulen in der gebundenen GTS Kooperationspartner.

Die Volkshochschule zeichnet sich somit seit acht Jahren als zuverlässiger Bildungspartner für qualitativ hochwertige Pädagogikangebote in der Rhythmisierung und für die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler aus.

Die Schulleiterinnen und Schulleiter schätzen diese langjährige sowie vertrauensvolle Zusammenarbeit und haben den Bedarf über den 31.12.2014 schriftlich bestätigt (siehe Anlage 1).

 

 

 

 



Ausblick / Entwicklung Schuljahr 2015/16 und folgende


Der Bedarf an Ganztagsklassen in Erlangen, wie die Entwicklung zeigt, wird wachsen. Stadtteil- bzw. auch milieuübergreifend - sei es die Adalbert-Stifter-Schule in Sieglitzhof oder die Pestalozzischule am Anger – nimmt die GTS in der Lebens- und Alltagsplanung von Eltern eine wichtige Rolle ein. In der Adalbert-Stifter-Schule werden im Schuljahr 2014/15 jeweils zwei Ganztagsklassen im ersten Schuljahrgang geführt.

 

Die Eichendorff Mittelschule möchte ab dem Schuljahr 2015/16 die Kooperation sowohl für die gebundene als auch für die offene GTS mit jeweils vier Gruppen der vhs übertragen, sowie auch die Hedenus-Mittelschule mit vier Gruppen in der offenen GTS. Das bedeutet, dass pro offene Gruppe mindestens zehn Bildungsangebote organisiert werden müssen mit insgesamt ca. 4500 Unterrichtsstunden pro Schule. D .h., der Personalbedarf für die GTS wird sich von Schuljahr zu Schuljahr ändern.

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Die Volkshochschule Erlangen ist als Kooperationspartner für Bildungsangebote für folgende Klassen und Gruppen in den verschiedenen Schulen verantwortlich:

 

·         5 gebundene Klassen und 4 offene Gruppen in der Ernst-Penzoldt-Mittelschule

·         5 gebundene Klassen in der Hermann-Hedenus-Mittelschule

·         4 gebundene Klassen in der Hermann-Hedenus-Grundschule

·         4 gebundene Klassen in der Mönau-Grundschule

·         4 gebundene Klassen in der Max- und Justine-Elsner-Schule

·         4 gebundene Klassen in der Grundschule Tennenlohe

·         4 gebundene Klassen in der Pestalozzischule

·         4 gebundene Klassen in der Adalbert Stifter Schule

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Entwicklung GTS Schuljahre 2008/09 – 2014/15

 

Schuljahr

Klassen

(gebunden) oder offene Gruppen

Bildungsangebote über alle Schulen

SchülerInnen

DozentenInnen

Unterrichts-
stunden

2008/09

5

11

152

11

1.921

2009/10

8

34

226

34

3979

20010/11

13

46

376

46

4396

2011/12

17

86

477

86

9.227

2012/13

32

165

828

165

18.760

20013/14

34

240

934

180

27.596

2014/15 geplant

38

285

1016

285

31.180

2015/16* geplant

47

340

1420

340

ca. 42.000

 

 

 

 

 

 

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Nur noch bis zum 31.12.2014 steht ein Stundenkontingent aus den vhs-Planstellen

 

-       eine(n) pädagogische(n) Mitarbeiter/in (HPM)                    19,5 h/wtl.

-       eine(n) Verwaltungsmitarbeiter/in (OPM)                              9,0 h/wtl.

 

für die Aufgabenerledigung zur Verfügung.

 

Die GTS verändert sich auf Grund der Parameter (Schulklassen und offene Gruppen) dynamisch, so dass für die Aufgabenerledigung ab dem Schuljahr 2014/15 baldmöglichst zusätzliche Stellen(anteile) bzw. Personalressourcen geschaffen werden müssen und eine Stundenkontingenterhöhung ab dem 01.10.2014 für

 

-       eine(n) pädagogische(n) Mitarbeiter/in (HPM)          10,5 h/wtl.

-       eine(n) Verwaltungsmitarbeiter/in (OPM)                   6,0 h/wtl.

 

notwendig ist.

 

Basierend auf den derzeitigen Personaldurchschnittskosten erfordert dies einen jährlichen Finanzierungsbedarf in Höhe von ca. 75.800,00 Euro, die sich wie folgt ergeben:

 

-       für die pädagogische Mitarbeit (HPM/30 h/wtl./EG 13)      59.100,00 Euro

-       für die Verwaltungsmitarbeit (OPM/15 h/wtl. EG 5)                      16.700,00 Euro

 

In der Anlage 2 finden Sie die Darstellung der gesamtstädtischen Zahlungsströme für die GTS Schuljahr 2014/15. Nachfolgend genannte städtische Haushaltsmittel werden für die GTS (jedoch ohne GTS-Sachaufwand) eingesetzt:

 

Schulverwaltungsamt (Zahlung für GTS an Reg. v. Mfrk.)             190.000,00 Euro
Personalkosten (städt. MA – HPM/OPM, s. o.)                                 75.800,00 Euro

Personalkosten (städt. MA – HPM/OPM*1)                                      24.200,00 Euro

Städt. Gesamtkosten für GTS (ohne GTS-Sachaufwand)               290.000,00 Euro

 

(*1  diese Stundenanteile - 10 h HPM und 4 h OPM - wurden vor der Übernahme der Aufgaben für die GTS für die Organisation von anderen Bildungsangebote i. d. vhs eingesetzt, die Personalkosten stehen der vhs bereits im vhs-Personalkostenbudget zur Verfügung)

 

Zur Refinanzierung der vorher genannten Personalkosten in Höhe von 100.000,00 Euro (75.800 EUR + 24.200 EUR) sollen zehn Prozent der vhs-Einnahmen*2 in Höhe von 29.740,00 Euro in das zentrale Personalkostenbudget gebucht werden, so dass sich der vorher genannte Finanzierungsbedarf auf 70.260,00 Euro mindert.

 

(*2 entspricht 10 % der zu erwartenden Zahlungen der Regierung von Mittelfranken, die für die Angebote der vhs verwendet werden – vgl. Anlage 2).)

 

 

Die Verträge der freiberuflichen vhs-Gruppenleiter/innen in den Schulen werden auf Antrag des Personalamtes arbeits- und sozialversicherungsrechtlich geprüft. Sollte sich herausstellen, dass einige vhs-Dozenten/innen ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis eingehen müssten, bedeutet es für die Stadtverwaltung, dass befristete Stellen zwar geschaffen, diese aber nicht aus dem zentralen Personalbudget der Stadt Erlangen finanziert werden. Die Finanzierung erfolgt vollständig aus dem GTS-Budget (Zuschüsse der Regierung).

 

 

 

 

 

 

Haushaltsmittel

                         werden nicht benötigt

             sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                               sind nicht vorhanden (nur Personalkosten)

Anlagen:        Anlage_1_Bestätigungen_Schulen

                        Anlage_2_Darstellung_Zahlungsströme_GTS_2014_15