Befristeter Einsatz eines Sozialpädagogen zur Unterstützung des Neuaufbaus des Jugendclubs „Rock Up“ in Tennenlohe - Anfrage der StRin Hartwig im KFA am 07.03.2012

Betreff
Befristeter Einsatz eines Sozialpädagogen zur Unterstützung des Neuaufbaus des Jugendclubs „Rock Up“ in Tennenlohe - Anfrage der StRin Hartwig im KFA am 07.03.2012
Vorlage
412/012/2012
Aktenzeichen
IV/412/RDD T. 2308
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Seit fast 30 Jahren bietet der Jugendclub Tennenlohe e. V. im „Rock up“ selbstorganisierte Kultur- und Freizeitangebote für Jugendliche und junge Erwachsene in Tennenlohe und stellt den Raum des Jugendclubs für Privatfeiern zur Verfügung.

Da es außer vereinzelten Angeboten der verbandlichen Jugendarbeit keine weiteren Kultur- und Freizeitangebote für Jugendliche in Tennenlohe gibt, hat der Jugendclub „Rock up“ eine sehr wichtige Funktion in Tennenlohe.

Nachdem in den letzten Jahren die Zahl der ehrenamtlichen Aktiven zurückgegangen war und zuletzt fast 2 Jahre der Jugendclub aufgrund von Umbaumaßnahmen durch das Gebäudemanagement nicht genutzt werden konnte, ist ein Neuaufbau des Jugendclubteams erforderlich.

Ehemalige Aktive des Jugendclubs, die weiterhin Mitglieder des Vereins sind und für eine Übergangszeit die Vorstandsfunktionen übernommen haben, bilden die Basis für den Neuaufbau. Leider haben diese Mitglieder aber aus beruflichen und familiären Gründen nicht ausreichend Zeit, Interessierte für die Arbeit im Jugendclub zu gewinnen und diesen die Leitung eines Jugendclubs Stück für Stück zu übertragen.

Zur Unterstützung des Neuaufbaus des Jugendclubs ist daher eine fachliche Unterstützung vor Ort erforderlich.

 

Unterstützung der Jugendclubs durch die Abteilung Kinder- und Jugendkultur:

 

Wie auch die anderen 15 Erlanger Jugendclubs erhält der Jugendclub Rock up begleitende Unterstützung von der Abteilung Kinder- und Jugendkultur im Kultur- und Freizeitamt. Für die Unterstützung aller Jugendclubs und des Jugendhauses Wöhrmühle steht in der Abteilung Kinder- und Jugendkultur aber nur eine halbe Planstelle zur Verfügung. Zu berücksichtigen ist, dass das Aufgabengebiet der halben Planstelle auch die Unterstützung der Erlanger Eltern-Kind-Gruppen umfasst.

Eine aktive Unterstützung des Jugendclubs vor Ort ist aufgrund der geschilderten sehr begrenzten Personalausstattung der Abteilung Kinder- und Jugendkultur nur mit zusätzlichen Personalressourcen möglich.

 

Befristeter Einsatz eines Sozialpädagogen ab 1. Mai 2012:

 

Die Abteilung Kinder- und Jugendkultur hat daher befristet für ein halbes Jahr einen Tennenloher Sozialpädagogen gewinnen können, der als geringfügig Beschäftigter mit zunächst 5 Wochenstunden zusammen mit den noch aktiven Mitgliedern des Vereins eine Bestandsaufnahme durchführen, Kontakt zu Vereinen und Verbänden und Jugendlichen vor Ort herstellen und versuchen wird, Jugendliche für die ehrenamtliche Mitarbeit im Jugendclub zu interessieren. In einem weiteren Schritt soll dann die Verantwortung nach und nach die neuen Ehrenamtlichen übergeben werden.

Die Finanzierung der Kosten für den Einsatz erfolgt aus dem Budget des Kultur- und Freizeitamtes, da das Personalamt einem zbV-Einsatz, wie z. B. 2004 bei der Unterstützung des Jugendclubs Arche Noah, nicht zugestimmt hat.

 

Ausblick:

 

Der Bedarf für weitere befristete Vorort-Einsätze von Sozialpädagogen zur Unterstützung des Neuaufbaus von Jugendclubs ist bereits absehbar (u. a. in Dechsendorf), da es zunehmend schwieriger für die Aktiven in den Jugendclubs wird, Ehrenamtliche zu gewinnen, die im gleichen Umfang und mit gleichem Engagement die Aufgaben übernehmen. Der Stundenbedarf für diese Vor-Ort Einsätze ist eher höher einzuschätzen als in Tennenlohe, da nur selten erfahrene Sozialpädagogen zu finden sein werden, die bereits über Kenntnisse der örtlichen Strukturen verfügen.

 

Notwendig wäre daher, dass im Kultur- und Freizeitamt Mittel bzw. ausfinanzierte Stundenkontingente zur Verfügung stehen, die ohne größere Abstimmung bei Bedarf eingesetzt werden können.

In diesem Zusammenhang wird auch die Notwendigkeit einer Erhöhung der Planstelle für die Betreuung der Jugendclubs und der Eltern-Kind-Gruppen gesehen, da auch die Vor-Ort-Einsätze betreut werden müssen und der Aufwand bei der Begleitung und der Unterstützung der Jugendclubs weiter anwachsen werden.

Anlagen: