Zwischenbericht über das Aktionsprogramm Kindertagespflege des Bundesfamilienministeriums und des europäischen Sozialfonds

Betreff
Zwischenbericht über das Aktionsprogramm Kindertagespflege des Bundesfamilienministeriums und des europäischen Sozialfonds
Vorlage
511/005/2010
Aktenzeichen
IV/511/SWI
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Das Aktionsprogramm Kindertagespflege des Bundesfamilienministeriums und des europäischen Sozialfonds fördert die Stadt Erlangen beim Ausbau des Angebots und der Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen.

Die Förderung erfolgt in 2 Stufen:

Stufe 1 zielt auf die Werbung zusätzlicher Tagesmütter und Väter. In Stufe 2 wird versucht, in Kooperation mit der örtlichen Bundesagentur, insbesondere Fachkräfte mit pädagogischer Qualifikation für die Aufgabe der Kindertagespflege zu gewinnen und zu schulen.

Erlangen nimmt am Förderprogramm seit Juni 2009 teil.

Schwerpunkt waren bisher die Kampagne mit der Werbeagentur 1601 (Großflächenplakate, Flyer, eigene Internet-Seite, Zeitungsanzeigen, Werbeteppich), sowie Öffentlichkeitsaktionen bei verschiedenen Veranstaltungen (z.B. Erlanger Frühling).

Bisher ist es gelungen knapp über 30 Personen für die Tätigkeit als Kindertagesmutter/vater zu interessieren. Es konnten erste Informationsgespräche geführt werden.

Seit Beginn der Werbekampagne haben 3 Frauen die Tätigkeit als Tagesmutter neu aufgenommen. Parallel konnten zusätzliche Betreuungsplätze durch Teilzeitplätze angeboten werden (Stand Ende Mai 2009 111 Plätze, Stand Ende Mai 2010 140 Plätze).

Der begrenzte Zugewinn an tatsächlich einsetzbaren neuen Tagespflegepersonen ist bedingt durch den derzeit nicht realisierbaren Wunsch nach Festanstellung (Arbeitsplatzsicherheit), ein nach wie vor relativ niedriges Entgelt, sowie die zwischenzeitlich realisierte Besteuerung der Tätigkeit.

Über die in Stufe 2 vorgesehene Vermittlung von Fachkräften durch die Bundesagentur für Arbeit konnten bisher keine zusätzlichen Betreuungspersonen gewonnen werden. Ursache ist der sich immer deutlicher abzeichnende Fachkräftemangel im Bereich der Erziehungsberufe. Die Leitung der örtlichen Bundesagentur, sowie die für Fachkäfte zuständigen Vermittlerinnen haben sich sehr engagiert gezeigt. Es war zu mehreren Austausch- und Informationsgesprächen gekommen, jedoch sind die gesuchten Fachkräfte derzeit nicht verfügbar.

Das Fachamt wird den verbleibenden Förderzeitraum bis Ende  Mai 2011 für weitere Initiativen nutzen. Angesichts eines schon in der Vergangenheit weitgehend vorangetriebenen Ausbaus der Tagespflege (im Vergleich zu anderen Kommunen), müssen für Erlangen jedoch die Erwartungen bzgl. des weiteren Ausbaus der Tagespflege auf ein realistisches Maß begrenzt werden. Die im Aktionsprogramm angestrebten Ziele, dürften nur unter der Voraussetzung von attraktiveren Rahmenbedingungen für Tagespflegepersonen zu erreichen sein

Anlagen: keine