TOP Ö 1: Aktuelles Thema Sportbeirat

Gremium: Sportausschuss

Ergebnis/Beschluss:

 


Protokollvermerk:

 

A. Hallenboden der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle

Herr Thaler bittet um Bericht bezüglich des Zustandes des Hallenbodens.

 

Herr Klement erläutert, dass zwischen dem 08. Juli 2013 und 5. August 2013 in Kooperation mit Amt 24 der seit 1986 vorhandene und stark verbrauchte Sportboden in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle ausgetauscht und ein neuer Sportboden verlegt wurde. Die Arbeiten haben sich nicht verzögert, so dass pünktlich zum vereinbarten Termin die Sporthalle den Sportvereinen wieder zur Verfügung gestellt werden konnte. Kleinere Nachbesserungen wurden bereits erledigt. Die Maßnahme hatte einen Kostenrahmen in Höhe von rund 250.000 €.
Zusätzlich wurde Auslegeware in Höhe von 15.000 € angeschafft, um den neuen Sportboden bei Bedarf zu schonen und zu schützen. Die Kosten dafür wurden von Amt 52 und Amt 24 gemeinsam getragen.

Leider ist der neue Sportboden insbesondere in der Halle 1 bei den beiden ersten Heimspielen der HC Erlangen mit Schleifspuren und Löchern bereits beschädigt worden. Ursache hierfür ist die Tatsache, dass trotz Aufforderung durch den Betreiber, der Veranstalter keine Auslegeware benutzt hat. Die HCE GmbH hat erklärt, dass aus wirtschaftlichen Gründen nicht während der Saison durch die Stadt motivierte Mehrkosten tragbar sind und deshalb die vorhandene Auslegeware in Halle 1 an Spieltagen nicht flächendeckend verlegt werden kann.

Weiterhin ist bei den Heimspielen festzustellen, dass der Veranstalter keine ausreichenden Maßnahmen ergreift, um die Zuschauer in der Halbzeitpause und insbesondere nach dem Spiel vom Spielfeld bzw. vom Sportboden fernzuhalten. Das Sportamt befürchtet, dass durch die Belastung durch Straßenschuhe insbesondere in den anstehenden Herbst- und Wintermonaten bei den Heimspielen der HC Erlangen der neue Sportboden unnötig stark belastet und verschmutzt wird. Auch die HBL verbietet das Betreten des Spielfeldes innerhalb eines gewissen Zeitrahmens. In der Vergangenheit wurden deshalb die HC GmbH bereits von Spielbeobachtern diesbezüglich verwarnt.

Weiterhin ergeben sich negative Auswirkungen für den Sportboden durch die Verwendung von Naturharz durch die Mannschaften der HC Erlangen. Zwischen Sportverwaltung und HC GmbH und e.V. war abgesprochen, dass nach dem Einbau des neuen Sportboden sog. wasserlösliche Haftmittel verwendet werden sollen.
Der HCE hat jetzt aber in einem Gespräch deutlich gemacht, dass aus sportlichen Gründen dem Wunsch der Stadt, das bisher genutzte Harz zu wechseln und ein wasserlösliches Harz zu verwenden, definitiv nicht nachgekommen werden kann. Professioneller Spielbetrieb ist, nach Aussage der HC Erlangen, mit wasserlöslichem Harz nicht möglich. Durch die Verwendung des Harzes müssen teurere und intensivere Reinigungsmittel verwendet werden, die die versiegelte Oberschicht des Sportbodens nachhaltig negativ beeinflussen.

Für die angesprochenen Probleme wurden mehrfach Gespräche geführt, die zu keinen zufriedenstellenden Ergebnissen geführt haben. Es konnte deshalb auch bisher kein neuer Nutzungsvertrag mit der HC GmbH abgeschlossen werden.

Herr von Oertzen stellte die Situation für den Schulsport dar. Der Boden klebt. Die Sportgeräte kleben. Die Schüler weigern sich Bodenübungen zu machen, sich hinzusetzen, etc. Es gibt diesbezüglich auch massive Beschwerden von Eltern. In der ersten Stunde kann die Halle des Öfteren nicht genutzt werden, da der Boden von der Reinigung noch nicht trocken ist. Die Sporthalle wurde auch bereits einen Tag wegen Grundreinigung für den Schulsport gesperrt. Derzeit ist kein geregelter und vernünftiger Schulsport möglich. Der Schulsport kommt dem HC immer wieder mit Trainingszeiten entgegen. Auch die Umkleide wurde abgegeben. Ein faires Miteinander ist leider aufgrund des respektlosen Verhaltens des HC gegenüber Fremdeigentum und anderen Sporttreibenden nicht gegeben.
Das Sportamt hat eine schriftliche Abfrage bei den Bundesligavereinen bezüglich der Haftmittelnutzung durchgeführt. Herr Klement berichtet, dass sich bisher sechs Vereine  schriftlich geäußert haben. Auch der THW Kiel, der erfolgreichsten Handballclub der letzten Jahre, spielt mit wasserlöslichen Haftungsmittel.  

Herr Schulz vertritt die Auffassung, dass wenn sich der HC nicht an die Vorgaben hält, der Verein aus der Sporthalle raus muss.
Herr Dr. Zeus möchte auch die Seite des HCs hören. Warum keine Auslegware verlegt wird und wie der Harzeinsatz begründet wird. Eine Möglichkeit wäre die Vereinsführung zur nächsten Sitzung des Sportbeirats und Sportausschusses einzuladen.

Ein gemeinsames Vertragsgespräch schlägt Herr Beck vor. Dabei sollten sich der OBM, die BMin, Amt 52, Vertreter des Sportbeirats und der Fraktionen mit der HC GmbH treffen.
Herr Thaler sieht auch die Notwendigkeit einer dringenden Aussprache. Es ist ein sehr schwieriger Vertragspartner der sich seiner Position bewusst ist.
Für Herrn Jarosch ist klar, wenn der Verein den Vertrag mit den entsprechenden Bedingungen nicht unterschreibt, dann können sie die Halle nicht mehr nutzen.
Herr Höppel stellt fest, dass es ein klares Votum des Sportbeirats und des Sportausschusses gibt:
1. Der Sportboden muss unverzüglich in einen ordentlichen Zustand zurückgebracht werden.

2. Ab sofort ist ausschließlich wasserlösliches Harz zu verwenden.
3. Wenn sich der Verein nicht an die Bedingungen hält, dann gibt es keine Nutzung mehr.

B. Ausbau der Bahnlinie im Bereich der Erlanger Sportvereine


Herr Thaler bittet um Unterstützung durch die Verwaltung. Die derzeitige Situation ist sehr unbefriedigend. Es gilt zu klären wann ein regulärer Sportbetrieb wieder aufgenommen werden kann.


Frau Aßmus teilt mit, dass die Situation bekannt ist. Herr Weber hat am 02.10.013 ein Gespräch mit der Deutschen Bahn. Inhalt ist die aktuelle Planung und die Zeitschiene. Die Ergebnisse werden im nächsten UVPA vorgestellt.